Was ist heute von Gott zu sagen?

Guenter Hegele    24. April 2016    Kommentare deaktiviert für Was ist heute von Gott zu sagen?

In früherer Zeit wurde eine Vielzahl von Göttern verehrt.

Philosophen kommen über das Denken zu Aussagen über Gott. Er wird von einigen als erste Ursache von allem, als tiefster Grund des Seins oder als ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnet. Viele halten Gott für ein Gedankengebilde des Menschen, das durch die Übersteigerung menschlicher Fähigkeiten zustande kommt (z.B. allwissend, allmächtig).

Jesus nannte Gott „Vater“ und brachte ihn den Menschen durch anschauliche Vergleiche aus dem Alltag und die Zusage seiner Liebe nahe (z.B. in den Gleichnissen). In dem, was seine Anhänger nach seinem Tod von ihm erzählten, erlebten Gläubige Gott so direkt, dass sie Jesus Sohn Gottes nannten.

Die Grunderfahrung des christlichen Glaubens ist, dass Gott kein Wesen für sich ist, sondern für den Menschen da ist und ihm zum Leben hilft.

Bilder Gottes in der christlichen Kunst und in der Sprache sind nicht als Abbilder, sondern als Sinnbilder zu verstehen. Es kommt darin auf sein mit dem Bild dargestelltes Verhältnis zu den Menschen an. Das gilt für Bezeichnungen wie Richter, Herrscher, Vater, denen auch bildhafte Vergleiche zugrunde liegen. Erwachsene und Kinder gestalten ihre Gottesbilder oft mit eigener Phantasie und Einzelheiten aus. Das macht Gott zwar anschaulicher, hemmt aber manchmal die weitere Entfaltung und Vertiefung des Glaubens und stehet im Widerspruch uzu heutigen Erkenntnissen der Naturwissenschaften. Deshalb wird Gott auch als „Urgrund des Seins“ (P. Tillich) oder als „Größere Wirklichkeit“ oder „Größerer Zusammenhang“ bezeichnet.

Das Symbol wurde von Prof.Dr.Szagun mit Kindern entwickelt.