Was ist zu sagen?

Wer oder was Gott ist,  lässt sich nicht auf einen Begriff oder eine Formel bringen. Um aber weitere Aussagen über eine menschlichen Geist transzendierende große Wirklichkeit machen zu können (wie sie wirkt, was sie tut, was es will) , musste ein Name dafür stehen. Anfangs waren das exklusive Eigennamen, die später auch übergreifende abstrakte Bedeutung bekamen. Die Juden sprachen deshalb den Namen ihres Gottes überhaupt nicht oder verändert aus, um sich ständig daran zu erinnern, dass Gott der „Heilige„, der „ganz andere“ ist. Trotzdem hat der Mensch immer versucht, von Gott zu sprechen – meist wie von einem personhaften, übersinnlichen oder außerweltlichen Wesen mit übernatürlichen Eigenschaften.

3 Gedanken zu “Was ist zu sagen?

  1. Hartmut Neumann

    In einem Buch fand ich diese Beschreibung des Göttlichen;
    Gott ist das Leben in allem Leben, Gott ist das Wesen in allen Wesen, Gott ist das Sein in allem Sein.
    Ich deute dies heute so: Gott ist für mich das Leben-Selbst, das Leben-Selbst ist doch das, was wir auch das Ewigeleben nennen, dann wären ja das Göttliche und das Ewige-Leben ein und dasselbe.

    Und wenn wir nun unser „eigenes“ Leben betrachten, dann ist dies nur scheinbar unser eigenes, in Wahrheit
    ist es immer Teil des Lebens-Selbst und das Leben-Selbst ist -wie gesagt – das Ewige-Leben, also das Göttliche
    selbst, so schließt sich der Kreis.
    Wenn wir nun die Frage nach Gott stellen, dann sind wir so unwissend wie die Fische im Wasser, die nicht wissen,
    „wo ist das Wasser?“ und darob in Panik geraten! Die Lösung , in ihm leben wir, in ihm weben wir, er ist es,der den Atem macht und den Herzschlag und die Regeneration in der Nacht.
    Atem macht und den Herzschlag und die Regeneration in der Nacht

  2. Hartmut Neumann

    Mein Gottesbild ist dies: Gott ist mehr als der Urgrund das Seins (Tillich) „Gott“ ist das Wort für das Sein und ist das Sein, nämlich das Kollektiv-Geistige in der ganzen Evolution und in der Evolution der Menschheit im Sinne einer „Prozesstheologie.
    Hartmut Neumann

  3. Reinhard Craemer

    Reinhard Crämer:Mein „Gottesbild“:
    Gott ist nicht ,Jemand‘ (etwa eine supranaturale Gottperson)
    Gott ist erst recht nicht ,Etwas‘ (Tillich: ,,Nicht Seiendes, sondern das Sein selbst“).
    Gott ist eine ,Entität eigener Art‘
    Er ist größer als alles, er umfängt das Universum.
    Er ist die Kraft, die den Kosmos ins Sein gerufen hat. Tillich: „Der Urgrund des Seins“. Er ist die Kraft, die die Evolution alles Lebendigen in Gang gesetzt hat.
    Er ist (aus unserer Sicht) dafür verantwortlich, dass alles Lebendige von Anfang an endlich geschaffen ist. (Das bedeutet, dass der Tod also nicht „der Sünde Sold“ ist, wie Paulus meint: Röm 6,23)
    Er ist die Kraft, der ich mein Leben verdanke, wie alle anderen Menschen auch,
    die Kraft, die mich durchs Leben getragen hat, der ich darum vertraue (Glauben) und von der ich hoffe, dass sie mich auch im Tode nicht fallen lässt (Hoffnung)
    Diese Kraft, also Gott, ist – mit dem Johannesevangeliurn gesprochen – „Geist“- und ‚wer ihn anbeten will, der muss ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“.
    Jesus, dem gottbegnadeten Menschen von Nazareth, verdanken wir die Ermutigung, die Ermöglichung, diesen unfassbaren Gott, der für uns immer Geheimnis bleiben wird,
    als Liebe zu glauben.
    „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte
    unter ihnen.“ Paulus, Römerbrief 13, 13

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