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Herzlich willkommen

Guenter Hegele    30. Mai 2017    Kommentare deaktiviert für Herzlich willkommen

Die Reformation geht weiter – gestern, heute, morgen!

Auf dieser „blogsite“ mit dem Titel „Die Reformation geht weiter …“ hat der Arbeitskreis „Gottesbild heute“ der Evangelischen Akademikerschaft i.D. zum Reformationsjubiläum Beiträge und Texte zur Weiterentwicklung des christlichen Glaubens gesammelt.

Das Projekt wurde am 1. Juni 2017 beendet. Diese blogsite bleibt als Ergebnispräsentation weiterhin im gleichen Format wie bisher (aber ohne Eingabemöglichkeit) bis zum Ende der Reformationsfeiern 2017 an gleicher Stelle zugänglich.

Eine Auswahl und Zusammenfassung des Inhalts der blogsite „Die Reformation geht weiter – auch für den Glauben“ wird auf der Startseite in der Form einer Ausstellung zum Lesen, Kopieren und Ausdrucken (auch im Copyshop) als Datei im pdf- und Word .docx Format angeboten – 

Download: Die-Reformation-geht-weiter PDF-Datei (8 MB)
Download: Die-Reformation-geht-weiter Word-docx-Datei (9 MB)
Download: Ausführliches Inhaltsverzeichnis PDF-Datei (106 kb) —> mehr zum Buch

Willkommen in der Ausstellung

Zugegeben: eine virtuelle Ausstellung ist etwas ungewöhnlich, entspricht aber den neuen Kommunikationsmöglichkeiten, die wir als digitale Datei und mit dem Printmedium nutzen. Sie können das Buch zum Lesen einzelner Texte nutzen und in der Datei nach Themen suchen und diese selbst bearbeiten und ausdrucken. Und noch vieles andere mehr…..

Das Buch erschienen mit dem Titel:

„Die Reformation geht weiter – gestern, heute, morgen“

Ein Beitrag des EAiD-Arbeitskreises „Gottesbild heute“ zum Reformationsgedenken 2017 für die Mitglieder der Evangelischen Akademikerschaft i.D.
Herausgeber: Günter Hegele

Vorsitzender des Arbeitskreises „Gottesbild heute“
der Evangelischen Akademikershaft in Deutschland
Druckversion 284 Seiten, Format A4, Softcover,
ISBN: 978-3-946031-05-5, Preis: 19,80 €
Macholdt – Der Verlag  verlag.macholdt.de 
Bestellung: Stiftungsbuchhandlung Hirschler, Otterstadt
buchhandlung.hirschler@singstiftung.de

Weiterhin wird eine Zusammenfassung des Inhalts der schon vorher betriebenen blogsite auf der Startseite www.Kernfragen-des-Glaubens.de zum Lesen und Kopieren als Inhalt Kernfragen & INFO mit den  Kommentaren zu KFdG + IHVZ  angeboten, aus denen zu 10 Themenbereichen „Kernsätze des Glaubens zusammengestellt wurden, die wir für bedenkenswert, zeitgemäß und weiterführend halten. Die Texte wurden unter dem Titel: Kernfragen des Glaubens. Die Reformation geht weiter“, 196 Seiten, ISBN 978-3-939512-80-6, 14,95 €
Bestellung: buchhandlung.hirschler@singstiftung.de

Die Reformation geht weiter – auch für den Glauben?

Guenter Hegele    9. Februar 2017    Kommentare deaktiviert für Die Reformation geht weiter – auch für den Glauben?

Inhalt dieses Beitrags:

Die Reformation geht weiter – auch für den Glauben?
2. Zwischenbericht mit Planung für 2017 2
In einigen  Punkten können Sie Anregungen für Aktivitäten und Veranstaltungen der ea finden.
Die Reformation geht weiter – seit Luther?

„Was uns der Glaube heute zu sagen hat.“ Die Kirche ist gefragt
Neu ist z.B., Luther zu begegnen an Orten, an denen er gewesen ist und gelebt hat. Mit Unterstützung  vom Tourismus und von den Kommunen.
Blick über den Zaun….

Kabarett
Karikaturen
Perspektiven und Vorgaben
„Reformation des Glaubens“ ist seit Luther und insbesondere heute als Medienereignis zu sehen
Die Erfindung der Druckerpresse und weitere Möglichkeiten: Dazu kommt dann die ausgiebige Benutzung weiterer schon gebräuchlicher Formen der Agitation wie Schreiben, Demonstrationen, …
Predigten, Romane

Filme
Musicals
Internet
In diesen Darstellungs- und Ausdrucksformen ist –  mehr oder weniger, kurz oder lang, bildhaft oder mit Worten und Texten – Wesentliches von diesem Mann Luther enthalten. Sie sind beispielhaft für seinen Glaubens, oder sind es   – in liberaler oder konservativer, auch kritischer – Rezeption geworden. Ob und ggfs. wie sie die weitere Entwicklung des christlichen Glaubens beeinflussen (werden) ist schwer zu sagen.  Hat vielleicht Marshall McLuhan Recht mit seiner These „Das Medium ist die Botschaft?
In unterschiedlichen Wissensgebieten bzw. aus deren Ergebnissen werden neue Interpretationsmöglichkeiten von Glaubensinhalten entwickelt
Quantentheorie als Hintergrund für nontheistisches Gottesverständnis
Was die Bibel über unsere Evolution verrät

Nachhaltigkeit als Perspektive und Aufgabe für den Glauben
Auch in der bildenden Kunst hat sich die Darstellung religiöser Inhalte und deren Interpretation weiter entwickelt.  Wir gehen in der Literaturliste auf einige auffällige Beispiele ein.
Schlußfolgerungen für den AK Gottesbild heute
Für die Evangelische Akademikerschaft
Die Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten für eine Reform des Glaubens sind zu zahlreich und zu umfangreich, als dass von der EAiD ein nennenswerter und qualitativ ausreichender Beitrag dazu geleistet werden kann. Es scheint hierfür auch nur wenig Interesse  vorhanden zu sein.
Bei der Delegiertenversammlung am 20.-22.4.2017 sollte diskutiert und entschieden werden
Ob der vom LV Pfalz-Saar gestellte Antrag einer Empfehlung, die ea-Landesverbände und Arbeitskreise mögen sich mit dem Thema „Die Reformation geht weiter  – auch für den glauben.“  befassen, Zustimmung findet

Arbeitskreis „Gottesbild heute“ der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland

Günter Hegele, Vorsitzender

Die Reformation geht weiter – auch für den Glauben?

2. Zwischenbericht mit Planung für 2017

Im Jahr 2012 haben wir damit begonnen, in einem Internetportal zu „Kernfragen des Glaubens“ Beiträge zu einem neuen Verständnis einiger traditioneller Glaubensinhalte zu sammeln und zur Diskussion zu stellen.  Als Ergebnis wurde am 1.5. 2016 eine Abschlusspräsentation im Internet und das Buch „Kernfragen des Glaubens – Die Reformation geht weiter“  im Verlagshaus Speyer veröffentlicht.

Mit einer blogsite „Reformation geht weiter. Auch für den Glauben“ setzt der EAiD-Arbeitskreis „Gottesbild heute“  seine Sammlung reformrelevanter Beiträge bis zum Abschluss der Reformationsfeiern Ende Oktober 2017 fort.

Über das Medium Internet werden Informationen und Texte zu den Bereichen

  • Neues für den Glauben: (Artikel, Vorträge, Zitate, Predigten zu aktuellen religiösen Themen) und
  • Literatur für Reformen des Glaubens (mit kurzen Inhaltsangaben und Rezensionen)

gesammelt.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die weiteren Vorhaben des Arbeitskreises.

In einigen  Punkten können Sie Anregungen für Aktivitäten und Veranstaltungen der ea finden. 

Die Reformation geht weiter – seit Luther?

Trotz dem bei der letzten Delegiertenversammlung (mit Beifall) geäußerten Überdruss am Reformationsjubiläum  will der AK doch in seiner blogsite einen Bezug zu Luther herstellen. In einigen Beiträgen werden dazu Literatur und Fragen zur Diskussion aufgenommen (die aber erst noch einzustellen sind). Eine Prüfung, ob und wo davon gesprochen werden kann, dass Luther selbst eine Weiterentwicklung der frühen Reformation („…AUCH FÜR DEN GLAUBEN““!) intendiert und gefördert hat, können wir uns nicht vornehmen, würden aber gerne Beiträge dazu aufnehmen. Wie auch zu der Frage, ob sich, – und wenn ja: was –  von Luther bis heute Wesentliches im Verständnis des christlichen Glaubens  geändert worden ist. (Einige im AK meinen eher Nein als JA).  Sicher ist, dass sich das Lutherverständnis wie auch das des christlichen Glaubens in Theologenkreisen im Lauf der Zeit geändert hat – die Bibel mal in der rechten, dann auch in der linken Hand? Nein, da ging es schon um mehr – z.B. in dieser  Lutherdekade um Luthers Antisemitismus. Es  gelang bis jetzt (im Gegensatz zu früheren Feiern)  zu feiern ohne diesen zu beschönigen.

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„Was uns der Glaube heute zu sagen hat.“ Die Kirche ist gefragt

Immerhin wurde in zahlreichen Veranstaltungen und auf verschiedene Weise in  der in diesem Jahr zu Ende gehenden  Reformationsdekade nicht nur zurückblickend an die damals entstandenen historischen Veränderungen in der Kirche erinnert, sondern auch danach gefragt,  „was uns der Glaube heute zu sagen hat.“ Dazu haben wir aber nur wenig gefunden. Es werden meist nur die bekannten und gebräuchlichen Schlagwörter genannt und in einen Zusammenhang mit heutigen Verhältnissen gebracht.

Wir können mit unseren Möglichkeiten  nur auf einen sehr geringen Teil der erschienenen Literatur eingehen und verweisen in der Literaturliste und in Themenbeiträgen nur dann darauf, wenn es sich um etwas Ungewöhnliches handelt.

Neu ist z.B., Luther zu begegnen an Orten, an denen er gewesen ist und gelebt hat. Mit Unterstützung  vom Tourismus und von den Kommunen. 

Viele Orte und Regionen sind durch Ausstellungen (mit Katalogen!), Gestaltungen, Programme und Aktionen zu Medien der Erinnerung, Information und  Weitergabe von Merkmalen der Reformation geworden, natürlich vorzugsweise auch mit Martin Luther (mit der Bibel in der Hand, aufrecht in der Haltung des Protestanten).  Sind sie zu Zielpunkten des Tourismus geworden, die Luther und die Reformation als Wegweiser zu neuem Verständnis des christlichen Glaubens erleben lassen? Auch das Bild des Reformators hat sich verändert (bis hin zu Comics,  s.u. Reisen mit Luther ist auch als Spiel erhältlich, bei Kosmos)

Blick über den Zaun…. 

Wir wollen uns aber auch in einigen Bereichen außerhalb der Kirche danach umsehen, ob wenigstens Anregungen von diesen Formen dazu ausgehen, auch neu verstandene Glaubensinhalte ausdrücken und vermitteln zu  können. Einige davon können wir nur nennen:

Kabarett

findet „Neues für den Glauben“ noch nicht als Stoff für wirksame Überzeichnung geeignet, gibt aber gerne die Kirche und ihr Personal der Lächerlichkeit preis. Man muss schon von der Möglichkeit des zeitversetzten Ansehens von Kabarett im Fernsehen Gebrauch machen, um Anregungen zu eigenem Nachdenken über das, was sich in der Kirche und beim Glauben ändern muss, zu bekommen.

Karikaturen

können karikierte Objekte als liebenswürdig und als etwas Besonderes erscheinen und verstehen lassen. Sie regen dazu an, die Wirkungen auf Betrachter zu reflektieren und dabei nach den sich darin ausdrückenden Wertmaßstäben zu fragen.

Im Genre Luther im Comic und als Cartoon ist einiges zu finden, das nicht nur für Kinder und Jugendliche weiterführend für ihr Glaubensverständnis sein könnte.

Sie beschränken sich auf das historisch Bekannte bzw. Geglaubte, vereinfachen und kürzen es. Eine kritische Prüfung steht noch aus.

Im Weiteren wollen wir (nach Möglichkeit) folgende

Perspektiven und Vorgaben 

berücksichtigen:

„Reformation des Glaubens“ ist seit Luther und insbesondere heute als Medienereignis zu sehen

Die Erfindung der Druckerpresse und weitere Möglichkeiten: 

Rezension von Kaufmann in der SZ.  Dieser sieht in der Verbreitung von reformatorischen Schriften in dem Einsatz der Druckerpresse ein wesentliches Medium.

 Dazu kommt dann die ausgiebige Benutzung weiterer schon gebräuchlicher Formen der Agitation wie Schreiben, Demonstrationen, ……Predigten, Romane

Mit digitalem Druck ist massenhafte Vervielfältigung auch von Bildern  möglich.

Filme 

Es gab zahlreiche Kino- und TV-Filme zu Jesus und Luther, die z.T. wenig beachtete Züge  herausstellten (z.B: Der arme Mann Luther von Leopold Ahlsen im Bayer. Rundfunk 1962), größtenteils aber Neues nur in der Technik und von Schauspielern zeigten.-

Musicals

Zum Beispiel das Musical „Jesus Christ Superstar“, das in seiner Musik und seinen Texten ein eindrucksvolles –  indirekt auch theologisches –  Bild Jesu’s vorstellt, durch das auch das Gottesbild bestätigt oder verändert wird.

Internet

Die für Glauben und Reformation relevanten Inhalte im Internet sind  unüberschaubar zahlreich. Was gesucht und gefunden wird hängt nicht nur vom Interesse der Besucher ab, sondern auch von deren medialen Kenntnissen und ihrem Assoziations- und Interpretationsvermögen.

Das Internet nutzen wir selbst  als Medium in den beiden blogsites „Kernfragen-des-glaubens.de  und reformation-geht-weiter.de sowie mit der Facebook-Gruppe „Die Reformation geht weiter „Gottesbild heute“  Arbeitskreis ev. Akademiker.“(Auch die EAiD und der Mitteldeutsche EAiD-Landesverband sind als Gruppe im Facebook vertreten). „Neues für den Glauben“ bringt (manchmal) die Auswahl von anderswo, die dann mit den Mitgliedern der eigenen Gruppe ‚geteilt’ wird. (Man gehört meist mehreren Gruppen an, als ein Mitglied unter Hunderten,   ohne ein einziges jemals gesehen zu haben.)

Was wir bis jetzt gesammelt haben ist nur ein Bruchteil dessen, was für den Glauben eine Bedeutung haben könnte. Wir sprechen einzelne Themenbereiche und Unterthemen meist nur kurz an und nennen dazu Inhalte als Beispiele für Variationen.

In diesen Darstellungs- und Ausdrucksformen ist –  mehr oder weniger, kurz oder lang, bildhaft oder mit Worten und Texten – Wesentliches von diesem Mann Luther enthalten. Sie sind beispielhaft für seinen Glaubens, oder sind es   – in liberaler oder konservativer, auch kritischer – Rezeption geworden. Ob und ggfs. wie sie die weitere Entwicklung des christlichen Glaubens beeinflussen (werden) ist schwer zu sagen.  Hat vielleicht Marshall McLuhan Recht mit seiner These „Das Medium ist die Botschaft?

In unterschiedlichen Wissensgebieten bzw. aus deren Ergebnissen werden neue Interpretationsmöglichkeiten von Glaubensinhalten entwickelt

Quantentheorie als Hintergrund für nontheistisches Gottesverständnis 

(ist bereits im Buch „Kernfragen des Glaubens“ enzhalten)


Was die Bibel über unsere Evolution verrät
 

Theologie und historisch-kritisches Bibelverständnis werden durch eine Betrachtung als „Tagebuch der Menschheit“ aus der Sicht der Evolutionsforschung erweitert.

Nachhaltigkeit als Perspektive und Aufgabe für den Glauben

Auch in der bildenden Kunst hat sich die Darstellung religiöser Inhalte und deren Interpretation weiter entwickelt.  Wir gehen in der Literaturliste auf einige auffällige Beispiele ein. 

Schlußfolgerungen 

für den AK Gottesbild heute

Möglichkeiten für ein neuzeitliches Glaubensverständnis werden zwar wahrgenommen, aber nicht realisiert.

Die Fragestellungen und Aktionsmöglichkeiten sind zu komplex und zu umfangreich, um  mit unseren Ressourcen darauf eingehen zu können oder etwas Erstrebenswertes zu erreichen. Wir finden es aber für uns selbst lohnend, etwas zum Problembewusstsein und zur Wahrnehmung von  aktuellen Veränderungen beim christlichen Glauben beizutragen.

Für die Evangelische Akademikerschaft

Es gibt eine zunehmende Zahl von neuen Möglichkeiten für weiterführendes Glaubensverständnis, die für das Interesse und die Bereitschaft für eine Reform des Glaubens in der EAiD (und der evangelischen Kirche) ausreichend sind.

Die Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten für eine Reform des Glaubens sind zu zahlreich und zu umfangreich, als dass von der EAiD ein nennenswerter und qualitativ ausreichender Beitrag dazu geleistet werden kann. Es scheint hierfür auch nur wenig Interesse        vorhanden zu sein. 

Es ist (für uns) nicht erkennbar, dass und ggfs.. wie sich eine Reform von Glaubensinhalten fördern und (von wem?) organisieren lässt.

Bei der Delegiertenversammlung am 20.-22.4.2017 sollte diskutiert und entschieden werden

Ob der vom LV Pfalz-Saar gestellte Antrag einer Empfehlung, die ea-Landesverbände und Arbeitskreise mögen sich mit dem Thema „Die Reformation geht weiter  – auch für den glauben.“  befassen, Zustimmung findet

Dieser Antrag schließt indirekt die Auffassung ein, dass eine „Weiterführung der Reformation – auch für den Glauben“ notwendig ist und bereits begonnen hat (wenn auch nicht organisiert).

Diese Auffassung soll durch Beiträge zu einem zweiten Buch, auf einer DVD und in dem  Online-Portal „Die Reformation geht weiter“ zum Ausdruck gebracht werden, an deren Produktion Sie sich auch schon vor der Delegiertenversammlung vom 20.- 22.4. beteiligen können.

Ein solches Engagement würde der Begründung der Verleihung des Integrationspreises 2017 durch die „Stiftung Apfelbaum“ an mich entsprechen.

II. Anhang

Themen und Texte zur Reflexion und Bearbeitung des Themas“Die Reformation geht weiter“ in der EAiD

I. 

Am Ende des Buches „Kernfragen des Glaubens“ steht die Frage: (Die) Reformation geht weiter – auch bei uns?

Auch bei mir?  Sind wir dabei? Wollen wir es?

Das Einfachste ist wohl, alles beim Alten zu lassen und sich zu möglichen und feststellbaren Veränderungen beim Glauben ein eigenes Verständnis zu leisten. Dazu bieten neuere Veröffentlichungen viel Anregung und Information.

Der EAiD-Arbeitskreis „Gottesbild heute“ hat damit begonnen, zu ausgewählten Fragen eigene Aussagen zu formulieren, ohne dabei die noch in Glaubensgemeinschaften und bei Theologen wirksamen Selbstverständlichkeiten (etwa beim Gottesverständnis) als Norm gelten zu lassen. Wir verstehen das als Beteiligung an einer auch von der Reformation ausgegangenen, weiterführende Bewegung, die noch wenig bekannt, nicht anerkannt ist, neu hinzugekommen, nachwachsend, und von manchen für gefährlich gehalten wird, weil sie Veränderungen verursachen könnte.

Wollen und können wir „Den eigenen Glauben selbst bestimmen!“? Oder übernehmen wir uns damit?

Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden, halten aber diese Art auf Glaubensfragen einzugehen für berechtigt und lohnend. Es wird dabei zwar schwieriger, bei zunehmender Verschiedenheit im Glaubensverständnis noch aktive Kommunikation mit anderen und Glaubensgemeinschaft zu behalten oder sogar neu zu finden. Aber es bieten sich zumindest denen, die neue Glaubensformen nicht  von vornherein als Abfall vom rechten Glauben ansehen, weiterführende Transformations-, Interpretations- und Orientierungsmöglichkeiten auch mit und in traditionellen religiösen Formeln und Praktiken.

II.

Was ist zu reformieren?

Das ist die Frage. Was sind „Reformen für den Glauben?“

Martin Luther wollte nicht „die Kirche“ oder „den Glauben“ reformieren, sondern Missstände wie den Ablasshandel abschaffen. Er brachte Veränderungen in Gang, die sich aus einem neuen  Verständnis der Bibel und von Lehrsätzen der Kirchen ergaben. Zur Erinnerung an die Reformation gehört auch die  Mahnung, sich nicht im Schatten einmal gefundener Formulierungen sicher zu fühlen, sondern im aktuellen Kontext weiter zu suchen nach dem, was heute aus der Sicht des Glaubens gesagt werden muss.

Der „Glaube“ ist komplex und vielfältig. Veränderungen des Glaubens können nur beispielhaft an begrenzten Bekenntnissätzen und Verhaltensweisen  aufgezeigt werden, die in einem größeren Zusammenhang stehen. Sie vollziehen sich weithin auch ohne das Zutun von Gläubigen und werden unterschiedlich bewertet. Gründe für die Weiterentwicklungen in religiöser und kirchlicher Praxis sind nicht leicht zu erkennen und werden zunehmend auch mit wissenschaftlichen Methoden untersucht.

Als sicher kann gelten, dass seit „der Reformation“ Martin Luthers nicht mehr nur die Deutungshoheit der Kirchen und ihrer Theologen für Fragen des Glaubens maßgebend ist (und schon gar nicht die der Machthaber in einer Gesellschaft). Auch Gläubige ohne kirchliches Amt dürfen  sich dafür zuständig fühlen. Zumindest was Veränderungen beim eigenen Glauben betrifft.

Dem entspricht unter anderem auch ein Interesse an neuen Möglichkeiten des Glaubens und Offenheit für neue Formen religiöser Praxis und Gemeinschaft,  die sich mit den traditionellen Glaubensweisen verbinden lassen. „Reform des Glaubens“ will nicht einfach überliefertes  und bewährtes Glaubensgut durch Neues ersetzen, sondern auch Althergebrachtes durch neue Interpretation und neuzeitliches Verständnis erklären.

Reformation – Evolution?

Nach dem Selbstverständnis Martin Luthers und der daraus entstandenen Theologie und Kirchengemeinschaften war es hauptsächlich eine Rückkehr zum Original des Glaubens und zu seinen Quellen und nicht die Entstehung von Neuem.

Heute orientieren sich Gläubige zwar auch an Bibel, Tradition und Kirche, sehen aber Veränderungen beim Glaubensverständnis überwiegend bedingt und bestimmt durch neue Interpretation, zeitgemäßes Verständnis und spirituelle Evolution.

Neues Verständnis von Glaubensinhalten wird zur Zeit nicht nur von Theologen (in Büchern und Zeitschriften), religiös engagierten Einzelnen und kirchlichen sowie freien (kleineren) Gruppen gesucht und versuchsweise vertreten. Es wird auch von den Medien aufmerksam und meist zustimmend beobachtet („Ist da jemand“ in Der SPIEGEL 24/2014 zum Buch „Religion ohne Gott“ von Richard Dworkin und in „’Erfüllt leben’ Meine Werte, mein Glaube mein Glück“. SPIEGEL Reihe „Wissen“ Nr. 6/2015 ). Die Berechtigung und Notwendigkeit neuer Glaubensformen wird auch mit der Abkehr vieler Christen von Kirche und Glauben erklärt und begründet (obwohl sich die Hoffnung, die Abnahme von traditioneller Frömmigkeit würde sich durch Aufgeben von veralteten Glaubensinhalten stoppen lassen, bis jetzt nicht erkennbar erfüllt hat).

Die organisierten Kirchen und die mit ihnen verbundenen Mitglieder tun wenig für die Entwicklung neuer Glaubensformen. Da es sich um zum Teil vor Jahrtausenden entstandene Vorstellungen und Strukturen handelt, ist eine Veränderung kaum systematisch und wirksam zu organisieren, zumal sich meist heftiger Widerstand regt, wo es in der Praxis versucht wird. Wenn man die positiven Veränderungen beim Glauben als eine Art Evolution versteht, würde eine Verbesserung zwar ziemlich langsam erfolgen, aber es würden sich viele Konflikte vermeiden lassen.

IV

   Startseite für das Online-Portal

„Reformation geht weiter.  Auch für den Glauben.“

Am 31. Oktober 2017 wird in vielen christlichen Kirchen daran erinnert, dass der sächsische Mönch und Priester Martin Luther vor 500 Jahren in 95 Thesen die Abstellung von Missständen in der römisch-katholischen Kirche forderte. Er tat dies, indem er auf das in der Bibel berichtete und beschriebene Entstehen des Glaubens an Jesus und damit an die Grundlage des christlichen Glaubens  verwies.

Aber das war nicht nur eine Rückbesinnung auf die überlieferten Grundlagen des Glaubens (für die sich auch schon 100 Jahre früher Jan Hus einsetzte und mit seinem Leben bezahlte). Vielmehr breitete sich mit Luther ein neues Verständnis wesentlicher Glaubensinhalte und damit auch der Kirche aus.

Und das ist auch heute so: „Was bleiben will muss sich ändern“ ist der Titel eines 2015 erschienenen Buches von Matthias Kroeger „zur Legitimation einer Reform in den Herzstücken des christlichen Glaubens“. Viele Christen denken bei der Reformationsdekade  nicht nur an „Die Reformation“ Martin Luthers, sondern mehr noch an anstehende und sich vollziehende Veränderungen  im Glaubensbekenntnis und in der Kirche heute. .

Mit unserer aktualisierten blogsite „Reformation geht weiter.  Auch für den Glauben.“ wollen wir einiges von dem sammeln, was es zu einem erneuerten und zeitgemäßen Verständnis des Glaubens  gibt. Wir suchen und fragen nach bereits vorhandenen  Neuentdeckungen und Öffnungen, nach Fortschreibungen und Versuchen neuer Glaubensdeutung.  Einen Anfang dazu haben wir mit dem Buch und dem Internetprojekt „Kernfragen des Glaubens“ gemacht. Nun wollen wir mit dieser Website von April bis zum Ende des Jahres 2017  Informationen sammeln zu folgenden Punkten:

  • Themen und Inhalte des Glaubens – neu interpretiert und verstanden 
  • Literatur für Reformen des Glaubens

Das soll einen Überblick über verschiedenartige Beiträge zur ‚Weitergehenden Reformation’ bieten und der Unterstützung der eigenen und gemeinsamen Meinungsbildung und Kontaktaufnahme mit anderen, an Reformen Engagierten, dienen.

Bitte geben sie Ihren Beitrag an den dafür eingerichteten Formularen mit Angabe Ihrer E-mail-Adresse ein oder vermitteln Sie uns etwas. Oder schauen Sie zunächst das an, was schon in der blogsite steht.

Wir würden uns über Ihre Beteiligung freuen.

Der EAiD-Arbeitskreis „Gottesbild heute“

Beiträge zu „Reformation geht weiter – auch für den Glauben“

HEUTE  wenn ihr seine Stimme hört…..

Christlicher Glaube  in einer mündig gewordenen Welt
von Rolf Dietrich Thoma
Nach einem ausführlichen  Rückblick auf die Entwicklung des christlichen Glaubens stellt Thoma „Elemente einer erneuerten Theologie“ zur Diskussion.
Christlicher Glaube ist offen für einen  Diskurs mit dem quanten-ontologischen Weltbild.
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Reformation geht weiter – auch für den Glauben!
Von Kernfragen des Glaubens zu Kernsätzen:
Abschließende Präsentation der Diskussionsplattform „Kernfragen des Glaubens“,
zussammengestellt vom Arbeitskreis „Gottesbild heute“ der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland als Beitrag zm Reformationsgedenken 2017
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Christlicher Glaube heute. Von Kernfragen zu Kernaussagen.
Gedanken zu drei Thesen aus der Diskussion im Arbeitskreis „Gottesbilder“ mit Hinblick auf den Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften
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Das unaufgebbare Attribut der Allmacht Gottes ist in einem revidierten Gottesbild neu zu interpretieren.

Neue Themen – neue Vorschläge

Die neuen Themen:

Mit dem Formular „Hinterlasse eine Antwort“ am Seitenende, können Sie uns Themen vorschlagen, die Sie speziell interessieren,  über die Sie reden oder zu denen Sie etwas schicken möchten. Oder diskutieren Sie mit den bereits vorgeschlagenen Themen über „Antworten“. Weitere Themen finden Sie unter „Was ist zu reformieren?„.