Was ist zu sagen?)

Wer oder was Gott ist,  lässt sich nicht auf einen Begriff oder eine Formel bringen. Um aber weitere Aussagen über eine menschlichen Geist transzndierende größee Wirklichkei machen zu können (wie sie wirkt, was sie tut, was es will) , musste ein Name dafür stehen. Annfangs waren das exklusive Eigennamen, die später auch übergreifende abstrakte Bedeutung bekamen. Die Juden sprachen deshalb den Namen ihres Gottes überhaupt nicht oder verändert aus, um sich ständig daran zu erinnern, dass Gott der „Heilige„, der „ganz andere“ ist. Trotzdem hat der Mensch immer versucht, von Gott zu sprechen – meist wie von einem personhaften, übersinnlichen oder außerweltlichen Wesen mit übernatürlichen Eigenschaften.

2 Gedanken zu “Reden über Gott

  1. Hartmut Neumann

    Mein Gottesbild ist dies: Gott ist mehr als der Urgrund das Seins (Tillich) „Gott“ ist das Wort für das Sein und ist
    das Sein, nämlich das Kollektiv-Geistige in der ganzen Evolution und in der Evolution der Menschheit im Sinne
    einer „Prozesstheologie. Hartmut Neumann

  2. Reinhard Craemer

    Reinhard Crämer:Mein „Gottesbild“:
    Gott ist nicht ,Jemand‘ (etwa eine supranaturale Gottperson)
    Gott ist erst recht nicht ,Etwas‘ (Tillich: ,,Nicht Seiendes, sondern das Sein selbst“).
    Gott ist eine ,Entität eigener Art‘
    Er ist größer als alles, er umfängt das Universum.
    Er ist die Kraft, die den Kosmos ins Sein gerufen hat. Tillich: „Der Urgrund des Seins“. Er ist die Kraft, die die Evolution alles Lebendigen in Gang gesetzt hat.
    Er ist (aus unserer Sicht) dafür verantwortlich, dass alles Lebendige von Anfang an endlich geschaffen ist. (Das bedeutet, dass der Tod also nicht „der Sünde Sold“ ist, wie Paulus meint: Röm 6,23)
    Er ist die Kraft, der ich mein Leben verdanke, wie alle anderen Menschen auch,
    die Kraft, die mich durchs Leben getragen hat, der ich darum vertraue (Glauben) und von der ich hoffe, dass sie mich auch im Tode nicht fallen lässt (Hoffnung)
    Diese Kraft, also Gott, ist – mit dem Johannesevangeliurn gesprochen – „Geist“- und ‚wer ihn anbeten will, der muss ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“.
    Jesus, dem gottbegnadeten Menschen von Nazareth, verdanken wir die Ermutigung, die Ermöglichung, diesen unfassbaren Gott, der für uns immer Geheimnis bleiben wird,
    als Liebe zu glauben.
    „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte
    unter ihnen.“ Paulus, Römerbrief 13, 13

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