Welche Ziele haben wir  und wie können sie erreicht werden: 

  • Neue Ausdrucksformen für den Glauben entwickeln und bekanntmachen
  • Unterschiedliche  Glaubensfomen in der evangelischen Kirche in „versöhnter Vielfalt“ ertragen lernen

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Wege zur Erreichung der Ziele in der Praxis (u.a.): 

  • Hinweis auf Praxisvorschläge

  • Vortragsveranstaltungen mit Bericht, diesen auch anderen zu Verfügung stellen
  • Teile eines Gottesdienstes mitgestalten (s. Beten und Von Gott reden…)

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Ein Gedanke zu “Ziele und Wege, mit Praxisvorschlägen

  1. Werner Grau Artikelautor

    Neuer Ausdruck für den Glauben – ohne den alten zu diskreditieren!
    Oder müssen wir unserem Glauben ganz neuen Ausdruck geben? Brauchen wir dafür eine Theologie „von unten“? Können sich neue Glaubensformen mit neuen theologischen Ansätzen verbinden. Sollen, dürfen und können wir unser Kirche auffordern, ihre Gläubigen auf ganz neue Wege der Verkündigung mit zu nehmen?
    Können alte und neue Formen des Glaubens ohne Diskriminierung miteinander leben? Werden skeptisch gewordene Mitglieder der Kirche sich wieder enger binden, traditionell Gläubige sich nicht entfremden?

    Alle diese Fragen bedeuten: Wir können nicht einfach Kritik üben oder aufhören zu glauben, in einer glaubensschwächer werdenden Zeit. Wir wollen daher in das Gespräch mit unserer Kirche eintreten und sehen uns am Anfang dieses Weges, auf dem es noch sehr viel zu bedenken gilt..
    Was wir damit versuchen, müssen wir freilich nicht unbedingt als Reformation oder deren Fortführung bezeichnen. Denn anders als die Rebellion Luthers dies vermocht hat, werden wir unserer Zeit nicht Glauben und Religion einschreiben können, die mitwirkte, die Welt zu verändern. Eher werden wir uns hüten müssen, uns nicht einem flüchtigen Zeitgeist auszuliefern.

    Wenn nicht überhaupt im Sinne des reformatorischen „sola scriptura“ der gesamte biblische corpus als zeitlose Wahrheit unantastbar gelten soll, so gilt jedenfalls, dass keinesfalls ganze Abschnitte der Bibel als irrelevant für den Glauben erklärt werden können, auch wenn das nicht für jedes Kapitel, jeden Vers und jede Zeile gilt, für die nur individuelle Entscheidung den Ausschlag geben kann. Jeder wird sich aber fragen müssen, ob er auf diese Weise das Buch der Bibel zu einem dünnen Band persönlicher Erbauung machen will, wie das bei der Bibellektüre, wenn sie überhaupt noch stattfindet, ohnehin geschieht und wie das durch die lectio selecta der gottesdienstlichen Perikopen zur offiziellen Praxis erhoben ist. Kurz gesagt, wir dürfen die Sicherstellung des Glaubens nicht gefährden.
    Mündige Christen sollten diesen eng gesteckten Rahmen anerkennen und dabei die für das Verständnis nötige Übersetzungsarbeit, nach bestem Wissen aber ohne Willkür von uns aus beizutragen.

    „Ein jeder Geist baut sich ein Haus und hinter seinem Haus eine Welt und hinter seiner Welt einen Himmel. Wisse also, dass die Welt für dich existiert.“
    (Ralph Waldo Emerson „Natur“).

    „Ein Mensch, der seelischer Größe fähig ist, wird die Fenster seines Geistes weit öffnen, um den Winden aus allen Teilen des Alls freien Zutritt zu gewähren.
    Er wird sich und Leben und Welt so richtig erkennen, wie unsere menschliche Beschränktheit es zulässt, wird sich nicht über die kurze Dauer und Winzigkeit des menschlichen Lebens täuschen und dadurch zugleich erkennen, dass im Geiste des einzelnen sich zusammendrängt, was das erforschte Weltall an Werten für uns umschließt. Und wir werden sehen, dass derjenige, in dessen Geist sich die Welt spiegelt, in einem Sinn so groß wird wie die Welt selbst.“
    (Bertrand Russell, „Eroberung des Glücks“).

    „Alle Religionen kennen unendlich viele Schattierungen des Glaubens, von Rationalität über Mitgefühl, Meditation, Mystik, Konvention und Knechtschaft bis hin zum Fundamentalismus.“

    „Es wäre eine Übertreibung, zu behaupten, dass jeder Mensch seinen eigenen Glauben konstruiert, aber gewiss hat jeder von uns seine eigene Einstellung zu dem, was er als Gott begreift. Der Geist ist ein Gefäß von unterschiedlicher Form und Größe und das Unbegreifliche muss an diese menschliche Dimension angepasst werden.“
    (Ilija Trojanow, „Nomade auf vier Kontinenten“).

    Je tiefer man eindringt, desto näher findet man sich dem Unverstehbaren.“
    (Paul Valery).
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    „Zu welchem Gott bete ich?… Gott wird oft als Ansprechpartner verstanden, der menschliche Züge trägt. Aber Gott existiert außerhalb dieser Welt.
    Zu allen Zeiten haben Menschen … Bilder von ihm entworfen. … Jedes Bild von Gott verleitet dazu, die Größe Gottes zu unterschätzen. … und dann wird das Bild angebetet statt Gott selbst. … Es besteht dann die Gefahr, sich Gott als einen Übermenschen im Himmel vorzustellen. … Menschen haben Schwierigkeiten, sich etwas vorzustellen, was sie aus unserer Umwelt nicht schon kennen …. Der Mensch redet von Gott uns setzt dabei … ständig eine eigenen Möglichkeiten und Verhältnisse voraus. Somit wird jedes Bild, das wir uns von Gott machen falsch. … Wenn ich zu Gott beten will, welche Vorstellung von Gott ist mir dann wichtig? Die des Partners der zuhört. Die, dass Gott Liebe und Energie ist, die mich im Gebet beruhigt und trägt? Der Gott, der mich hört, kann beides sein, das Du und das Mehr, das hinter allem steht.“
    (Heiderose Gärtner-Schultz, Kirchenbote).

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